Die Geschichte

Drei Generationen Metall.
Eine Idee, geboren aus Leidenschaft.

Wie aus 65 Jahren Südtiroler Schmiedekunst ein Designobjekt wurde, das den Wein in den Mittelpunkt stellt.

— Kapitel I —

Wo der Funke geschlagen wurde.

In Algund, zwischen den Apfelwiesen des Etschtals und den schroffen Hängen der Texelgruppe, steht seit über sechs Jahrzehnten eine Werkstatt. Hier wurde Harald Schwazer geboren — nicht ins Ungewisse, sondern in den Geruch von heißem Stahl, in das Klingen von Hammer auf Amboss, in die Sprache eines Handwerks, das in der Familie weitergegeben wird wie ein Erbstück.

Die Schmiede seines Vaters war kein Arbeitsplatz. Sie war ein Zuhause. Schon als Kind half Harald in der Werkstatt, lernte den Unterschied zwischen einem Schweißpunkt, der hält, und einem, der reißt. Lernte, dass jedes Stück Metall seinen eigenen Charakter hat — und dass ein guter Handwerker zuhört, bevor er formt.

Metall ist geduldig. Es verzeiht keinen schlechten Schlag — aber es belohnt jeden ehrlichen.

Mit Anfang zwanzig übernahm Harald den Betrieb von seinem Vater. Was als kleine Dorfschmiede begann, wuchs unter seinen Händen zu einem Meisterbetrieb heran.

— Kapitel II —

Die Idee an einem Sommerabend.

Es war 2018. Ein warmer Abend auf der Terrasse. Auf dem Tisch eine Flasche Weißwein in einem dieser üblichen Eiskübel — schwer, klobig, das Etikett unsichtbar, der Tisch schon nass vom Kondenswasser. Harald sah das Ding an und dachte sich, was er vermutlich schon hundertmal gedacht hatte: „Das geht doch besser."

Aber dieses Mal stand er auf, ging in die Werkstatt und begann zu zeichnen. Was er entwarf, war nicht einfach ein Weinkühler. Es war eine Antwort auf eine Frage, die ihn als Handwerker und Weinliebhaber gleichermaßen beschäftigte: Warum versteckt man die Flasche, statt sie zu zeigen? Warum braucht es Eis und Wasser, wenn ein Kühlakku dasselbe leistet? Und das sauberer und eleganter?

Die ersten Prototypen entstanden aus Resten in der Werkstatt. Geneigt, damit die Flasche getragen wirkt und das Etikett im Mittelpunkt steht. Mit einer Aussparung für ein Kühlelement, das sich von oben einschieben lässt. Aus Edelstahl, weil Edelstahl zeitlos ist. Später dann die schwarze Variante, pulverbeschichtet — Sablé Noir.

Ich wollte etwas machen, das auf dem Tisch steht und Geschichten erzählt. Nicht etwas, das man wegräumt, sobald die Flasche leer ist.

Was als persönliches Projekt begann, wurde zum stillen Hit. Erst bei Freunden. Dann bei Hoteliers. Dann bei Sommeliers in Restaurants, die das Stück auf den Tischen ihrer Gäste aufstellten und Komplimente bekamen. Heute steht der Schwazer-Weinkühler in Hotels in Meran, in Weingütern an der Weinstraße, auf Gastronomie-Terrassen am Gardasee — und in den Wohnzimmern von Menschen, die wissen, dass gutes Handwerk nie aus der Mode kommt.

Meilensteine

Von der Schmiede zum Designobjekt.

1961
Die Gründung

Oswald Schwazer eröffnet eine Schlosserei in Algund. Hier beginnt die Tradition, die noch heute bestimmt, wie wir arbeiten: jedes Stück mit der Hand, jedes Detail durchdacht.

1990
Übernahme durch Harald

Nach Lehre, Meisterprüfung und Wanderjahren übernimmt Harald den Betrieb. Er führt den Meisterbetrieb in eine neue Ära. Aus der renommierten Meisterschmiede wird ein moderner Betrieb für Treppen, Tore, Skulpturen.

2000
Architektur & Kunst

Schwazer Metall wird zur ersten Adresse für Architekten in Südtirol. Projekte für Hotels, Privathäuser und sakrale Räume entstehen — Metall in seiner reinsten Form.

2018
Der erste Weinkühler

Aus einer Idee an einem Sommerabend entsteht der erste Schwazer-Weinkühler. Geneigt, präsentierend, mit Kühlakku statt Eis. Was als Geschenk für Freunde gedacht war, wird zur Marke.

2020
Sablé Noir & Edelstahl

Zwei Varianten kristallisieren sich heraus: gebürsteter Edelstahl für den klassischen Look, mattschwarz pulverbeschichtet für den modernen Tisch. Beide handgefertigt in derselben Werkstatt.

Heute
Eine eigene Marke

Schwazer Design steht inzwischen für mehr als einen Weinkühler. Es steht für die Idee, dass Handwerk und Design keine Gegensätze sind — und dass Südtirol mehr ist als Berge und Apfelwiesen.

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